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Schüleraustausch


Dänische Schülerinnen und Schüler zu Gast an der GMS West

Seit über 50 Jahren werden jährlich etwa 500 Schülerinnen und Schüler aus 18 Nationen, die im Deutschunterricht in ihren Herkunftsländern besonders gute Leistungen erzielt haben, über das Programm „Deutschland Plus“ seitens des Auswärtigen Amts gefördert und zu zweiwöchigen Deutschlandaufenthalten eingeladen. Als eine von drei ausgewählten baden-württembergischen Schulen bekamen wir Besuch von 13 Jugendlichen aus ganz Dänemark. Diese waren in Gastfamilien mit etwa gleichaltrigen Jugendlichen (Lerngruppe 10/11) untergebracht. 

Wie der dänische Begleitlehrer Claus Hartmann (links auf dem Gruppenfoto) berichtete, lernen in Dänemark etwa 80% der Schüler/innen Deutsch als 2. Fremdsprache. Er begleitet seit 18 Jahren diese Kurse und genießt immer wieder die Leichtigkeit und Unbeschwertheit des kulturellen Austausches zwischen dänischen und deutschen Jugendlichen.


Schulleiterin Angela Keppel-Allgaier freute sich bei der Begrüßung der Gäste, dass man „Tübingen stellvertretend für ein weltoffenes Deutschland präsentieren“ dürfe und ist sich sicher, dass „durch ein buntes Programm und vielfältige Begegnungen sowohl die Gäste als auch die Gastgeber von diesem Austausch profitieren“ werden. Den europäischen Gedanken des Programms betonte auch Tübingens Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch (vorne, Dritte von links) bei einem Empfang im historischen Saal des Rathauses.

Um Land und Leute kennenzulernen gab es für die Gruppe eine Geocachingtour durch Tübingen sowie Exkursionen nach Stuttgart (mit Besuch der Mercedes-Benz-Welt) und auf die Schwäbische Alb (mit Kanutour auf der Donau bei Sigmaringen und Besuch in der Bärenhöhle). Bei der Bäckerei Gehr durften die Dänen Brezeln backen, an der Schule lernten sie die Zubereitung von selbstgemachten Maultaschen. Neben Exkursionen stand für die Jugendlichen auch der reguläre Unterricht an der GMS West auf dem Programm sowie gesonderter Deutschunterricht beziehungsweise speziell angebotene Projekte von Fachlehrkräften. Bei einem dänisch-deutschen Abend wurde das Erlebte mit allen Beteiligten Revue passiert und die dänische Gruppe begeisterte mit kleinen Auftritten, beispielsweise musikalischer oder literarischer Art, und dänischen Köstlichkeiten. Das Programm wurde organisiert und vorbereitet von den beiden Lehrkräften Franziska Locher (Dritte von links) und Patricia Maier (rechts). Dabei wurden sie von zahlreichen weiteren Kollegen unterstützt, die beispielsweise erlebnispädagogische Übungen mit den Gastschülern machten oder andere Projekte anboten.

 

Für die Schüler/innen war der Austausch eine Bereicherung über den Schulalltag hinaus – sagte doch die deutsche Schülerin Fanny: „Ich habe gemerkt, wie wenig Kommunikation mit Sprache zu tun hat“ und ihr Mitschüler Joshua ergänzte, wie viel er in so kurzer Zeit über die Deutsche Sprache gelernt habe. Die dänischen Schülerinnen und Schüler waren sehr dankbar, am Programm teilnehmen zu dürfen und waren nicht nur von den verschiedenen Aktivitäten, sondern auch vom deutschen Alltag sehr begeistert: „Die Deutschen trinken viel Sprudelwasser und sagen oft „gell?““, fiel Caroline und Johanne auf.

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Gastfamilien und Kolleg(inn)en für die vertrauensvolle und unkomplizierte Zusammenarbeit und freuen uns bereits auf das kommenden Schuljahr, wenn es wieder heißt Danskere på besøg i Tübingen (Dänen zu Besuch in Tübingen).

Franziska Locher und Patricia Maier

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